Presseerklärung zum Thema Heilquelle

Bad Salziger Ortsvorsteher wundert sich über Heilquellendiskussion

Bei einer selbständigen Ortsgemeinde Bad Salzig wäre über den Schutz der Bad Salziger Quellen nicht diskutiert worden, so Ortsvorsteher Wolfgang Spitz gegenüber unserer Zeitung(Rhein-Zeitung).
"Für uns und unsere Vorfahren war und ist der Bestand und der Schutz der Bad Salziger Quellen immer außerhalb jeglicher Diskussion.Schon bei dem Verkauf an den Gründer des Bades, Theodor Hoffmann, wurden Nutzungsrechte für die Bad Salziger Bevölkerung festgeschrieben. Solche Rechte darf auch der Rechtsnachfolger der ehemals selbständigen Gemeinde, die Stadt Boppard, nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. In der Nachbarschaft bohrt die Stadt Boppard für vielleicht 1,5 Mio. nach Wasser und weiß noch nicht viel über die Beschaffenheit und Qualität (und ob überhaupt). Nachdem man in Boppard viel Geld für den sich im Privatbesitz befindlichen Marienberger Park ausgibt, damit der auch von der Bevölkerung genutzt werden kann,darf man nicht in Bad Salzig sagen, mit den Quellen haben wir nichts zu tun. So leicht darf es sich der Bürgermeister nicht machen. Außerdem bleibt das Heilwasser auch Heilwasser wenn es zeitweise nicht in der Klinik genutzt wird. Medizin in meiner Hausapotheke bleibt auch nach einer Krankheit Medizin, auch wenn sie aktuell nicht mehr gebraucht wird. Wir wissen alle nicht ob die Patientenstruktur in der Mittelrhein-Klinik sich nicht wieder ändert. Die Patienten in der Reha, die bekanntlich das Wasser nicht trinken sollten sind sogar jetzt wieder in der Minderheit. Und die Bürger trinken auf jeden Fall gerne unser "Börnchen". Aktuell ist mir keine große Gefahr für die Quelle bekannt.Vor etwa 10 Jahren kam es zu einer Verschüttung, aber aktuell liegt sowas nicht vor. In nächster Zeit soll zur Sicherheit nochmal etwas gegen eine Verschlammung unternommen werden, was aber normal ist. Hier ist die Mittelrhein-Klinik dankenswerter weise schon aktiv. Schon in der im März durchgeführten Expertenanhörung zu Bad Salzig wurde für unsere Hotelbetriebe der Wellnes-Bereich als zukünftiges wichtiges Standbein erörtert.Gerade hier könnte ich mir eine Zusammenarbeit mit der Mittelrhein-Klinik zu aller Nutzen sehr gut vorstellen.
Nachdem sich die Stadt immer mehr beim Thema Fremdenverkehr aus Bad Salzig verabschiedet hat (die TouristInfo in Bad Salzig wurde schon vor Jahren geschlossen) könnte Bürgermeister Dr. Bersch ruhig mal wieder Farbe bekennen. Denn sonst können wir Bad Salziger ruhig mal nachfragen für was unsere Fremedenverkehrsbeiträge und Kurabgaben eigentlich verwendet werden. Für Bad Salzig jedenfalls nicht", so der Ortsvorsteher abschließend.



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