Salziger Weinbau im Jahre 18./19. Jahrhundert


Über sehr langer Zeit haben feudale Grundherren, aber auch selbständige Winzer die dörflichen Gemarkung für den Anbau von Weiß- und Rotwein genutzt. Weinkommission 1890 Eine Erhebung des Winzerstandes im Kurfürstentum Trier von 1798, fünf Jahre vor der Einziehung von adeligem und geistlichem Besitz durch die französischen Domänenverwaltung, ergab für die Salziger Flur einen Bestand von 466.309 Weinstöcken.
Davon waren im adeligen Besitz 97.958 Stöcke (21%), in geistlichen Besitz 89,443 Stöcke (19,18%). Der Kurfürst war mit 58.000 Stöcken (12,43%) der größte Eigentümer.
Besitzer der übrigen 220.908 Stöcke (47,37%) waren Winzer aus Salzig und benachbarten Gemeinden. Seit Erstellung eines Landesmaßbuches durch Kurfürst Franz (1719) hatte sich der Eigenbesitz der freien Winzer von 300.029 Stöcken (64,3) erheblich verringert.
Weinernte 1953 In einer 1807 erstellten Bürgerliste für Boppard und seine Nachbargemeinden bezeichneten sich von den für Salzig erfassten 142 männlichen Erwerbsfähigen über 20 Jahre 118 als Winzer (83%), keiner als Bauer. Das Auftreten der Reblaus im 19.Jh. und gravierende ökologische Zwänge haben den Salziger Weinbau zum Erliegen gebracht.
Das 1794 gegründete Weinhandelshaus "Deinhard und Tesche in Coblenz und Thal-Ehrenbreitstein" bot u.a. auch, "Weisse und Rohte Weine" aus Salzig an.
Wein-Preise von Deinhard und Tesche in Coblenz im Thal-Ehrenbreitstein:
Verkaufte den Wein ein Stück
( Fass mit ca. 1050 l oder 7 Ohm (1 Ohm = 140 l))
für 160 bis 174 Reichstaler.



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