Warum Rheinbabenallee

Es ist interessant zu erfahren, was es sich mit der Namensgebung der "Rheinbabenallee", einem Teilstück der am Rhein entlang führenden Straße auf sich hat. Hier ein kurzer geschichtlicher Rückblick.
Georg Freiherr von Rheinbaben war von Juli 1910 bis März 1918 Oberpräsident der preußischen Rheinprovinz, die in Koblenz ihren Sitz hatte. Er wurde am 21. August 1855 in Frankfurt an der Oder als Sohn des königlich preußischen Majors im Leibgrenadierregiment 8, Gustav Freiherr von Rheinbaben und seiner Frau Klara geb. von Gerlach geboren. Mit elf Jahren verlor er seinen Vater, der 1866 als Bataillonskommandeur währen des preußisch-österreichischen Krieges fiel. Die Mutter starb 1895.
Die Rheinbaben sind ein altes schlesisches Adelsgeschlecht, das 1272 erstmalig mit dem Richter Paul Rymbab in der Umgebung Herzog Heinrichs IV. von Schlesien Erwähnung findet und sich in der Folgezeit in Schlesien, Polen, Preußen und Österreich verbreitete. Nach dem Abitur studierte Frhr. v. Rheinbaben an den Universitäten Heidelberg und Berlin, um dort sein Amt als preußischer Innenminister(1899) anzutreten. Später hatte er das Amt des Finanzministers(1901) inne bis er 1910 zum zweiten Male an den Rhein, diesmal nach Koblenz kam. Er starb nach segensreicher Tätigkeit als Ehrenbürger der Stadt Koblenz und Träger und Inhaber vieler Orden und Auszeichnungen, u.a. des Pour le merite, in Düsseldorf. Georg Freiherr von Rheinbaben war sehr volkstümlich und beliebt.
Der Gemeinderat von Salzig befasste sich im September 1912 mit der Namensgebung der Ortsstraße. Im November des gleichen Jahres konnte die Zustimmung des Oberpräsidenten verlesen werden und die Kosten wurden bewilligt.
Das ist die Geschichte der Namensgebung der Rheinbabenallee in Bad Salzig. Im Jahr 2012 können wir das hundertjährige Jubiläum feiern.


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